Historie


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Der Klinikkomplex Coswig befindet sich an den Ausläufern der Lößnitzberge in einem früheren Weinanbaugebiet. Der schon 1783 urkundlich erwähnte "Lindenhof" - benannt nach seinem Bestand an alten Lindenbäumen - wurde 1845 von einem Nervenarzt erworben und als Nervenheilanstalt umfunktioniert. Er konnte jedoch den Besitz nicht erhalten. Dieser ging dieser 1890 an einen neuen Besitzer, Herrn Pierson, über. Von 1890 bis 1892 entstanden unter seiner Leitung ein großräumiger Park, Patientenvillen im Schweizerstil sowie ein Wirtschaftsgebäude und ein Gesellschaftshaus. Die Einrichtungen wurden weiterhin als Nervenheilanstalt für die sogenannte bessere Gesellschaft genutzt.

Nach dem 1. Weltkrieg konnte die Anstalt durch wirtschaftliche Schwierigkeiten nicht weiter betrieben werden. Sie wurde 1920 an die Landesversicherungsanstalt Sachsen verkauft. Unter ihrer Leitung wurde die Heilanstalt für Geisteskranke in eine Heilanstalt für Tuberkulosekranke umgewandelt.

1931 wurde ein moderner Klinikkomplex als chirurgische Klinik an das schon bestehende sogenannte Waldhaus angebaut. Der gesamte Klinikkomplex steht unter Denkmalschutz und soll auch aus diesem Grund in seiner Gesamtheit als Flächendenkmal erhalten werden.

Entwicklung und Fakten

  • Seit 1920 Lungenheilstätte, fast ausschließlich im Kampf gegen die Tuberkulose als Volksseuche
  • um 1930 Beginn der chirurgischen Behandlungsverfahren der Tuberkulose
  • damit Beginn der stürmischen Entwicklung der Thoraxchirurgie
  • Ende der 50er Jahre starker Rückgang der Tuberkulose - neue Schwerpunkte Pneumologie: unspezifische Lungenkrankheiten und ständige Zunahme der Zahl der Bronchialkarzinome
  • Entwicklung der Lungenresektionsverfahren in der Chirurgie
  • 1960 Ende der "Heilstättenzeit" - "Bezirkskrankenhaus für Lungenkrankheiten und Tuberkulose"
  • 1970 Beginn der interdisziplinären Therapie des Bronchialkarzinoms mit Einbeziehung der Strahlentherapie und der zytostatischen Chemotherapie
  • seither Zusammenarbeit mit der Medizinischen Akademie Dresden
  • 1990 "Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie"
  • seit 1996 "Akademisches Lehrkrankenhaus" der Medizinischen Universitätsklinik Dresden
  • 2003 Bezug des Bettenneubaues, der neuen Intensivtherapiestation sowie der rekonstruierten Op-Säle
  • 2007 Abschluss der Rekonstruktion des Klinik-Altbaues mit Schaffung einer neuen Infektionsstation
  • 2007 Eröffnung der onkologischen Tagesklinik mit 6 Betten
  • 2008 Umbau der radiologischen Abteilung
  • 2013 Umbau des Gesellschaftshauses zu Arztpraxen; Eröffnung des neuen Lindencafes