Innere Medizin | Infektiologie


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Kontakt Infektiologie A-2

Stationsleitung:
Frau Oberärztin Dr. med. S. Junghanß

Stationszimmer:
Telefon: +49 3523 65 - 229
Telefax: +49 3523 65 - 223


Am Fachkrankenhaus Coswig besteht eine moderne Infektionsstation mit 8 Einzelzimmern, die im Jahr 2006 ihren Betrieb aufgenommen hat. Die Infektions-Therapie entspricht allen Anforderungen für die Behandlung infektiöser Patienten nach den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes.

Das Behandlungsspektrum umfasst  alle Formen der Tuberkulose einschließlich multiresistenten Formen, Infektionen mit atypischen, sogenannten nichttuberkulösen Mykobakterien sowie mit multiresistenten Erregern und Virusinfektionen. Von Vorteil ist dabei die außerordentlich gute und enge Zusammenarbeit mit dem MVZ Limbach, Dresden. Darüber hinaus besteht ein intensiver Kontakt zum Forschungszentrum / Nationalen Referenzzentrum für Mykobakteriosen in Borstel.

Es ist eine ansteckende Infektionserkrankung, welche durch Mykobakterien verursacht wird. Meist ist die Lunge betroffen. In ca. ¼ der Erkrankungen können auch alle anderen Organe erkranken.

In Deutschland zählt die Tuberkulose zu den seltenen Erkrankungen. Laut Epidemiologischem Bericht des Robert-Koch-Institutes von 2017  gab es  5486 Neuerkrankungen in Deutschland.

Weltweit zählt die Tuberkulose zu den 10 häufigsten Todessursachen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass derzeit ein Drittel der Weltbevölkerung mit dem Tuberkulose-Erreger Mycobacterium tuberculosis Komplex infiziert ist. Von den 10 Millionen Tuberkulose-Neuerkrankungen versterben ca. 1,3 Millionen pro Jahr weltweit (WHO TB Report 2018).

Die Tuberkulose ist durch eine Kombination verschiedener Antibiotika über meist 6 Monate gut behandelbar. Die Einleitung der Behandlung erfolgt in der Regel unter stationären Bedingungen. Danach erfolgt die Weiterbehandlung und Überwachung der medikamentösen Therapie durch ambulante Lungenfachärzte und die Gesundheitsämter.

Die Unterscheidung zwischen einer Tuberkulose und einer nichttuberkulösen Mykobakteriose ist medizinisch wichtig, da sich die Erkrankungen bezüglich Ansteckungsgefahr und Behandlung deutlich unterscheiden.

Atypische Mykobakteriosen sind selten und werden vorwiegend bei Personen mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD, Bronchiektasen oder immunsuppressiver Therapie nachgewiesen. Die Behandlung erfolgt durch eine Kombination verschiedener Antibiotika über ca. 1,5 Jahre.

Aktuell wird in unserer Klinik  eine ABS-Team etabliert. Dies ist ein interdisziplinäres Team bestehend aus Infektiologen, Klinikapotheker, Mikrobiologen und Hygienebeauftragtem.

Die Hauptaufgabe besteht in der Sicherstellung eines rationalen Antibiotikaeinsatzes in der Klinik.